In flachen Gewässern. Michael Mittermeier verarbeitet in seinem Debutprogramm „Zapped“ Fernsehkritik zu gerade noch ansprechender Unterhaltung.
Erschöpfung, ein weißes Flimmern im Kopf, doch mehr als zielloses Umschalten ist einfach nicht mehr drin. Tscha. Daß zuviel lineares Fernsehen eine ähnliche Wirkung erzielen konnte wie eine zu großzügig dosierte Ladung weicher Drogen war nxh nie ein Geheimnis. Im Gegenteil: man kannte und schätzte die Sendungen, mit denen man sich beinahe mühelos in einen leichenstarreähnlichen Zustand, Entspannung genannt, versetzen konnte. Auf die Couch pflanzen, kleines Gedeck (Peperonichips und Coke zero) und schon nach wenigen Minuten setzte eine dumpfe Zufriedenheit ein. „Er ist tot, Jim.“ Beklagenswert ist das meines Erachtens nicht. Kuturpessimismus ist hier und da einfach uncool. Es gibt Schlimmeres, als sich unter seinem (angenommenen) Niveau zu unterhalten. Das Bedürfnis nach abendlicher Zerstreuung wird normal, nur noch Anlass schlichter Selbstironie. Letztere witd von Michael Mittermeier in seinem ersten abendfüllenden Programm „Zapped – Ein TV-Junkie knallt durch“ von 1996 inszenie...




